»Zettel’z« Leuchte von Ingo Maurer
Ingo Maurer kreiert aus völlig alltäglichen Gegenständen aufwändige Leuchten. Mit der »Zettel’z« ist ihm ein großer Wurf gelungen.

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Ingo Maurer kreiert aus völlig alltäglichen Gegenständen aufwändige Leuchten. Mit der »Zettel’z« ist ihm ein großer Wurf gelungen.
Exklusiv für Stilfetischisten.de von Daniel Philip Schuster
Endlich habe ich meine »Zettel’z«! Wer kennt ihn nicht, den ewigen Papierkram auf dem hauseigenen Schreibtisch. Spätestens seit der Erfindung sogenannter Klebezettel verkommen unsere Arbeitsräume ohne großes Zutun unsererseits zu Altpapierfabriken. Jede Idee wird - Glücklicherweise - notiert und somit festgehalten. Jede Telefonnummer wird aufgeschrieben, jeder Name gemerkt. Doch eine praktische Verwendung der Aufbewahrung dieser Zettel gibt es nicht.
Ingo Maurer, bekannt für außergewöhnliche Leuchtenkreationen, die größtenteils aus Alltagsgegenständen gefertigt werden, designt seine Leuchten bereits seit 1966. Zu seinen späteren Werken zählt der Deckenlüster »Zettel’z«, den man in verschiedenen Größen bestellen kann. Der Preis liegt hierbei um die 618 Euro für die A6-Variation.

Die »Zettel’z« ist einfach wie genial: Ein Designer-Leuchten-Bastel-Bausatz sozusagen. Jeder bekommt eine völlig individuelle Leuchte für Zuhause - In Ikea-Tradition zum selbstmontieren. Die Leuchte besteht aus einem Drahtzylinder, bei meiner Version achtzig Drähten und genauso vielen Zetteln aus Japanpapier. Nun kann man die Drähte mit kleinen Gummistoppern durch den Drahtzylinder schieben und den Mantel dieser Leuchte mit Zetteln vervollständigen.
Die Blätter aus hochwertigem Japanpapier werden dann an Heftklammern angebracht, die man ebenfalls in ihrer Position variieren kann. Die achtzig Blätter sind zur Hälfte mit Zitaten, Zeichnung und Gedichten bedruckt und zur anderen Hälfte frei für eigene Ideen, Skizzen oder Erinnerungen.
Für mich einer der außgergewöhnlichsten und intelligentesten Entwürfe der Neuzeit. Und wer jetzt meint, die Leuchte wäre zu teuer: Man kann sie nachbauen. Es soll durchaus Anleitungen dafür im Internet kursieren. Doch geschaft habe ich es leider nicht, mir die »Zettel’z« selbst zusammenzuzimmern.

Diese Leuchte ist meine große Jugendliebe gewesen und nun habe ich sie endlich bei mir! Dummerweise kann es passieren, das bald ein Umzug in eine neue Wohnung ansteht - Ohne Altbaudecken. Wer also eine A6-Variation der »Zettel’z« hat, kann sie gerne mit meiner großen »Zettel’z« in A5 tauschen. Durchmesser liegt bei 1,20 Meter.
Geholt habe ich mir das Kunstwerk übrigens bei Artelight.de, einem Online-Shop speziell für solch außergewöhnliche Leuchtenkreationen, der auch einen Laden bei mir um die Ecke hat. Ein Blick lohnt sich, ich werde sicherlich die ein oder andere Idee der Designer hier vorstellen. Es ist wirklich verblüffend, dass man aus alltäglichen Gegenständen solche Kunstwerke zaubern kann.
Es ist eine logische Konsequenz unserer aktuellen Wirtschaftslage, dass sich nicht jeder eine Designerleuchte ins Haus holen kann. Aber alleine der Unterschied des Lichtes ist allemal lohnend für jedes mit Baumarktleuchten geschundene Auge - sprich: Meines. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber das Licht der »Zettel’z« macht richtig gute Laune. Und der Aufwand beim Zusammenbau hat sich allemal gelohnt.
Hat Stil: Offizielle Internetseite von Ingo Maurer
Hat auch Stil: Ingo Maurer Leuchte »Zettel’z« bei artelight.de
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1½
Verfasst von Lianna am 18.01.2009
Endlich hat der Herr seine geliebte Lampe
Fragt sich nur, wie man bei all den vielen Zetteln EINEN bestimmten wiederfindet? XD
Das es ist wirklich eine coole Sache!